Nur knapp am ersten Sieg vorbei

Den ersten Akzent in einem wechselhaft verlaufenden Mannschaftskampf setzte Ersatzspielerin Annika Labuda an Brett 8. Nach einer knappen Stunde zwang die junge Topscorerin der Kreisliga ihren erwachsenen Gegner in die Knie und brachte damit die Nordler mit 1:0 in Führung. Dem zweiten Ersatzspieler war an Brett 7 weniger Glück beschieden. Daniel Klingels konnte bei seiner allerersten Turnierpartie überhaupt zwar erstaunlich lange standhalten, musste aber schließlich doch die Niederlage akzeptieren.

Nach Niederlage roch es inzwischen auch an Brett 6, wo Randolf Briese bei einem seiner seltenen Mannschaftsauftritte leider nicht für eine Überraschung sorgen konnte. Fast sensationell dagegen das Remis von Peter Segat an Brett 5. Gegen einen wirklich starken Gegner erspielte sich Segat eine grundsolide Position und lenkte dann zur sicheren Punkteteilung ein, welche zu einem Gesamtzwischenstand von 2,5:1,5 für Gladbeck führte.

An den vier oberen Brettern wurde allerdings noch gespielt, und da sah es gar nicht so übel für die Nordler aus. Herbert Bobovnik an Brett 4 hatte seinen Gegner dank Materialvorteil und aktiver Stellung voll im Griff und steuerte auf einen sicheren Sieg zu. Ebenso sicher schien der Sieg für Mark Schocke an Brett 2, der nach gut 30 Zügen mit einer Qualität mehr einen starken Angriff lancierte. Bei Manfred Langer an Brett 3 und Marco Schwinning an Brett 1 dagegen waren die Stellungen eher unklar mit leichter Tendenz Richtung Remis.

Dann kam der Paukenschlag: Mitten in seiner Angriffssequenz tappte Mark Schocke in eine Mattfalle, die wie aus dem Nichts auf dem Brett auftauchte. Da das Matt nicht mehr abzuwenden war, gab Schocke seine eben noch gewonnen geglaubte Partie zum Zwischenstand von 3,5:1,5 für Gladbeck auf. Zwar konnte Herbert Bobovnik kurze Zeit später auf 3,5:2,5 verkürzen, doch der Druck auf die Bretter 1 und 3 war nun enorm, wollte man den Mannschaftskampf nicht verlieren.

Immerhin hatte Schwinning seine zwischenzeitlich sogar nachteilige Stellung so weit konsolidiert, dass die Partie nicht mehr zu verlieren war, aber zu einem erforderlichen Sieg fehlte ein greifbarer Vorteil. Langers Partie trieb trotz seiner Anstrengungen im Endspiel unaufhaltsam in den Remishafen. Zwischenstand 4:3. Nun musste ein Sieg an Brett 1 her, und mit Hilfe seines Gegners gelang Schwinning das Unwahrscheinliche. Unter normalen Umständen hätte sein Mehrbauer im Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern und jeweils einem Springer auf jeder Seite nicht zum Sieg gereicht. Doch der Gladbecker gestattete den Abtausch aller Leichtfiguren und bemerkte zu spät, dass er damit auf verlorenem Posten stand. Damit war der Endstand von 4:4 erreicht.

Insgesamt geht die Punkteteilung völlig in Ordnung. Leicht getrübt wird das Ergebnis durch die völlig überraschende Niederlage an Brett 2. An diesem Tag war der erste Mannschaftssieg der Saison in greifbarer Nähe. Damit hätte man dann Gladbeck auf jenen Abstiegsplatz geschickt, auf dem nun noch immer Sterkrade-Nord ausharren muss. Aber es kommen ja noch zwei Spiele.