Erste Niederlage der Saison

In der 2. Runde der Verbandsbezirksliga musste sich erstmals in dieser Saison eine Sterkrader Mannschaft geschlagen geben – und das mit 2:6 recht deutlich. Nicht ganz unerwartet traf es unsere 1. Mannschaft. Selbst in Bestbesetzung wäre die Mannschaft gegen Katernberg 5 als Außenseiter ans Brett gegangen, doch durch den Ausfall von drei Stammspielern wurden die Erwartungen vorab noch einmal nach unten korrigiert.

Gerade die Ersatzspieler – allesamt aus der Kreisliga aufgerückt – schlugen sich allerdings sehr gut. Mark Schocke, Kapitän der 3. Mannschaft, schaffte es, sich mit der Skandinavischen Verteidigung eine aktive Stellung zu erspielen. Da er keinen Weg sah, daraus einen konkreten Vorteil zu kreieren, gab er die Partie Remis. Swantje Minneken geriet mit Caro-Kann in einer seltsamen Englischen Variante mit 2.c4 optisch zunächst leicht unter Druck, ohne jemals wirklich in Gefahr zu sein, startete im richtigen Moment einen Gegenangriff mit Bauerngewinn und nahm – in nun vorteilhafter Stellung vielleicht etwas zu früh – das Remisangebot ihres nominell stärkeren Gegners an. Annika Labuda kam stark aus der Eröffnung. Mit mutigen Bauernvorstößen erspielte sie sich einen klaren Raumvorteil und aktives Spiel, ließ dann allerdings die Abwicklung in ein schwieriges Bauernendspiel mit Springern zu, welches sie nach zähem Ringen leider verlor.

Bei den Stammspielern der 1. Mannschaft lief es eher schlechter. Das erste Opfer war an Brett 4 zu beklagen, wo Günter Wachsmuth sich in sehr beengter Stellung dem überlegenen Figurenspiel seines Gegners ergeben musste. Nebenan an Brett 5 hoffte Mannschaftskapitän Reinhard Gebauer, dem gegnerischen Druck in ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern entfliehen zu können, doch durch die ungünstige Positionierung seiner Bauern wurde daraus innerhalb weniger Züge ein Verzweiflungskampf mit zwei Minusbauern, den der Gegner souverän für sich entschied.

Reiner Bonatis hatte an Brett 3 keinerlei Schwierigkeiten, allerdings auch keinen erkennbaren Vorteil. Die Einigung auf Remis war daher nur folgerichtig. Torsten Kohnert an Brett 2 spielte eine taktisch geprägte Partie in völlig offener Stellung, geriet zwischenzeitlich unter Druck, um nur kurz darauf mit tückischen Drohungen wieder ins Spiel zu finden. Eine unscheinbare Ungenauigkeit führte zum Qualitätsverlust, den Torsten trotz zäher Gegenwehr schließlich nicht mehr kompensieren konnte. Markus Labuda sah sich an Brett 1 dem Ansturm einer massiven Bauernfront ausgesetzt, behielt aber die Nerven und löste die drohende Gefahr mit geschicktem Gegenspiel in Nichts auf, sodass die Partie angesichts des bereits entschiedenen Mannschaftskampfes ohne schlechtes Gewissen mit einer Punkteteilung beendet werden konnte.

Die klare 2:6-Niederlage entsprach letztlich den Erwartungen und ordnet unsere Mannschaft nach ihrem Auftaktsieg gegen Kupferdreh standesgemäß im Mittelfeld der 5. Gruppe der Verbandsbezirksliga ein. Sollte das Team im nächsten Heimspiel gegen Bochum-Linden in der Stammformation antreten können, dürften die Chancen wieder besser stehen.