Nord 4 stolpert über Osterfeld

Nach durchwachsener Leistung unterlag die 4. Mannschaft von Sterkrade-Nord dem Team von SD Osterfeld mit 2:3 – und bleibt an der Tabellenspitze. Viel zu erzählen gibt es nicht, denn so einen Kampf möchte man lieber schnell vergessen.

Schon früh lag Sterkrade-Nord 0:2 hinten. Unser Neuzugang Alpaslan Türkboylari hatte im Zuge eines harmlosen Figurentauschs falsch abgewickelt und dabei eine ganze Figur verloren. Danach lief nichts mehr zusammen, und bald gab er die Partie auf. An Brett 3 vergeigte Randolf Briese zunächst ein wenig die Eröffnung, fing sich dann aber und fand besser ins Spiel, um kurz darauf eine Springergabel mit folgendem Turmverlust zu übersehen.

Damit war die Vorgabe, Punkte an den unteren Brettern zu holen, obsolet. Auch an Brett 4 sah es erst einmal nicht rosig aus. Niclas Kausch spielte die Eröffnung etwas zu unbedarft und verlor einen Bauern, profitierte in der Folge jedoch von der Nachlässigkeit seines Gegners. Mit seinem stark taktisch geprägten Spiel konnte Niclas einen Läufer, einen Turm und schließlich die Partie gewinnen – Anschlusstreffer zum 1:2.

Die Partien an den beiden ersten Brettern gestalteten sich etwas zäher. Joris Minneken spielte anfangs etwas zu passiv, geriet aber niemals ernsthaft in Bedrängnis. Das Geschehen auf dem Brett blieb im Grunde undurchsichtig bis zum Schluss. Tatsächlich gelang es Joris, sich durch einen Qualitätsgewinn einen Vorteil zu erspielen, aber er versäumte es, das vorrückende Bauernpaar seines Gegners rechtzeitig aufzuhalten. Als dies aufgrund des drohenden Matts bloß noch mit großem Materialverlust möglich gewesen wäre, gab Joris frustriert auf.

Damit war der Kampf für Osterfeld bereits gewonnen, aber die Partie an Brett 2 lief noch. Hier hatte ich mir aus der Eröffnung heraus eine schöne Stellung gegen einen äußerst defensiv agierenden Gegner erarbeitet. Allerdings fand ich im richtigen Moment nicht die geeignete Taktik, um die gegnerischen Barrikaden zu stürmen. Stattdessen gab ich meinen Vorteil lässig aus der Hand und konnte von Glück sagen, dass die aktive Positionierung meiner Figuren und eine kleine Unaufmerksamkeit meines Gegners mir eine einfache Taktik mit entscheidendem Materialgewinn ermöglichten. Spätestens nach dem erzwungenen Damentausch war mein Sieg nur noch eine Frage der Zeit, und ca. 20 Züge später hatte auch mein Gegner keine Lust mehr, sich quälen zu lassen.

Der Endstand von 2:3 ist sicherlich enttäuschend, insbesondere der schnelle 0:2-Rückstand wäre vermeidbar gewesen, aber das soll die gute Leistung der Osterfelder Mannschaft nicht schmälern. Wir trösten uns damit, dass wir trotz der Niederlage als Tabellenführer in die Weihnachtsferien gehen, und bereiten uns schon mal auf den Rückkampf vor.