Nord 2 beschenkt sich selbst

In der 4. Runde der Verbandsbezirksliga mussten wir zu unseren Schachfreunden nach Gelsenkirchen-Horst. Eigentlich keine sonderlich schwierige Anreise, aber diesmal war es dann doch eine Herausforderung. Sowohl auf der A42 als auch auf der A2 waren durch teilweise schwere Unfälle lange Staus entstanden, und wir steckten da mit vier Autos drin. Zum Glück war Marcell Aulich rechtzeitig vor Ort und konnte so stellvertretend die Spielberichtskarte ausfüllen.

Trotz der beiden Staus saßen wir ab 14:15 Uhr vollständig am Brett. Zum dritten Mal in dieser Saison war es dann so, dass der Gegner vor dem Spiel zu uns meinte: „Bitte, wir möchten heute nicht 8:0 verlieren.“ Vorab kann ich schon mal sagen, dass dieser Wunsch in Erfüllung ging.

Schnell konnte ich am 8. Brett einen Turm gewinnen und somit dann auch ein wenig später die Partie. Stefan Horn an Brett 5 hat sich in der Folge mit seinem Gegner auf ein Remis geeinigt – womit die Bescherung für Horst-Emscher aber auch schon beendet war. Im weiteren Verlauf zeigten wir, warum wir Tabellenführer sind.

Frank Altenburg gewann nach einem sehenswerten Figurenopfer einen Turm und baute unsere Führung aus. Als nächstes demonstrierte Florian Stricker an Brett 3 seine Klasse und setzte den Gegner mit einem tollen Kombinationsspiel und Mattdrohungen so unter Druck, dass dieser letztendlich aufgab.

Was soll ich zu unseren beiden ersten Brettern Marcell Aulich und Swen Pröttel sagen? Ich bin wirklich sehr froh, dass wir hier zwei absolute Topspieler haben, für die ich in aller Regel irgendwann die Siegpunkte in die Berichtskarte eintragen darf. Und es war auch an diesem Spieltag wieder so.

Nun kämpften nur noch Markus Berendsen und Michael Schmidt. Zuerst konnte Michael seine Partie am 7. Brett gewinnen. Er stand frühzeitig sehr gut, hat aber dann zugelassen, dass sein Gegner immer besser ins Spiel zurückkam. Zum Schluss ließ er seine wahre Spielstärke kurz aufblitzen, was zum Sieg reichte. Markus, der trotz Nachtschicht gespielt hat, wollte heute unbedingt gewinnen und setzte dieses Vorhaben trotz Übermüdung gegen 17:30 Uhr hellwach um.

Unterm Strich steht ein verdienter 7,5:0,5-Sieg, mit dem wir unsere Tabellenführung weiter festigen konnten.

An alle einen herzlichen Dank, es hat wieder einmal Spaß gemacht, aber als Mannschaftsführer wünsche ich mir dann demnächst doch mal ein glattes 8:0!