Weiter in Richtung Aufstieg

Mit dem sechsten Sieg in Folge konnte unsere 3. Mannschaft die Führung in der Kreisliga weiter ausbauen. Mit nunmehr fünf Punkten Vorsprung hat sich das Team um Mark Schocke deutlich vom restlichen Teilnehmerfeld abgesetzt.

Dabei lief der Kampf gegen die Gäste aus Bottrop diesmal nicht ganz so glatt wie beim 8:0-Erfolg im Hinspiel. Zwar konnte Manfred Langer (Foto) unsere Mannschaft bereits nach einer Stunde Spielzeit in Führung bringen, da sein etwas überforderter Gegner ihm eine Figur nach der anderen zum Fraß vorgeworfen hatte, doch schon kurz darauf verlor Swantje Minneken durch eine Unaufmerksamkeit eine Figur und steuerte unaufhaltsam auf ihre erste Saisonniederlage zu.

Sharlena Brock traf auf den jugendlichen Gegner, der ihr im Hinspiel mit dem Königsgambit das Leben schwer gemacht hatte. Diesmal versuchte er es mit der Aljechin-Verteidigung. Sharlena nahm ihm jedoch früh den Wind aus den Segeln, ließ sich nicht auf taktische Geplänkel ein und erreichte schließlich ein vorteilhaftes Turm-Bauern-Endspiel, das sie souverän gewann.

An anderen Brettern ging es weniger lebhaft zu. Herbert Bobovnik baute sich mit Schwarz eine komfortable Stellung gegen einen sehr passiven Gegner auf – hier wurden nach zwei Stunden die ersten Figuren geschlagen. Danach konnte Herbert seine überlegene Stellung schnell in einen Sieg verwandeln. Etwa zeitgleich sicherte Ulrich Broens an Brett 3 die Sterkrader Führung mit einem soliden Remis zum 3,5:1,5 ab.

Für Hartmut Geisel sah es zu diesem Zeitpunkt gut aus. Durch eine taktische Kombination hatte er seinem Gegner eine Figur abgeknöpft und konnte entspannt zusehen, wie dieser sehr viel Zeit auf den Versuch verwendete, seine Stellung zusammenzuhalten – was nur bedingt gelang. Nach drei Stunden Spielzeit gab der Bottroper bei lediglich zwei verbleibenden Minuten für mehr als zehn Züge die Partie auf. Beim Stand von 4,5:1,5 für Sterkrade-Nord war der Kampf bereits entschieden. Fehlten noch die Ergebnisse der Bretter 1 und 8.

An Brett 1 erspielte sich Mannschaftsführer Mark Schocke eine mehr als angenehme Stellung. Mit jedem Zug zwang er seinen jungen Gegner zu Konzessionen, verstärkte weiterhin den Druck, um dann genau im richtigen Moment mit einem lange vorbereiteten Abzugsschach eine Figur zu gewinnen und die Verteidigung des Gegners zu sprengen.

In der letzten noch verbleibenden Partie hatte Peter Segat eine Figur abgeben müssen, dafür aber immerhin etwas Kompensation in Form von zwei Bauern und einer offenen Königsstellung des Gegners erhalten. Folgerichtig suchte er sein Heil in der Offensive, konnte aber keinen entscheidenden Treffer landen. Mit wenig Zeit auf der Uhr sicherte der Bottroper seinen Materialvorteil und startete einen Bauernvorstoß, dem Peter sich angesichts unlösbarer Probleme ergab.

Der Endstand von 5,5:2,5 entsprach insgesamt den Kräfteverhältnissen. Die anderen Begegnungen des Spieltags verliefen durchaus zu unseren Gunsten, sodass der Aufstieg der 3. Mannschaft bereits in greifbare Nähe gerückt ist.