Tolle Mannschaft, toller Auftakt

Nachdem eine Woche zuvor bereits unsere 2. Mannschaft gegen die 1. Mannschaft von SW Oberhausen in der Verbandsklasse sowie unsere 5. Mannschaft gegen die 4. Mannschaft in der Kreisliga siegreich in die Saison gestartet waren, hatten wir die Hoffnung, mit unserer 3. Mannschaft nachlegen zu können. Aber von den DWZ-Zahlen waren wir nur leicht favorisiert, und nach dem Ausfall zweier Stammspieler hatten wir uns auf ein spannendes Duell eingestellt.

An Brett 4 zeigte Torsten Kohnert mit tollem Kombinationsschach, dass er trotz der langen Coronapause nichts von seinem Können eingebüßt hat und brachte uns früh mit 1:0 in Führung. Wenig später konnte ich an Brett 3 unsere Führung auf 2:0 erhöhen, nachdem mein Gegner meinen Königsangriff anscheinend unterschätzt hatte. Zeitgleich erhöhte Sharlena Brock mit einer sehenswerten Partie unsere Führung bereits auf 3:0.

Mit dieser klaren Führung im Rücken machten in der Folge Annika Labuda an Brett 7 sowie Steven Nowak am Spitzenbrett Remis, zumal Philipp Neuegebauer an Brett 8 einen Mehrbauern hatte und damit eigentlich schon klar war, dass er diese Partie nicht verlieren würde.

Dank dieser frühen 4:1-Führung sowie der aussichtsreichen Partie von Philipp gingen wir davon aus, dass der Kampf eigentlich schon entschieden sei. Doch jetzt schlug Schwarz-Weiß zurück. Julia Walker hatte an Brett 6 sehr tapfer gekämpft, konnte allerdings irgendwann die Drohungen ihres Gegners nicht mehr abwehren.

Nur noch 4:2, und Michael Holl setzte unserem Kurt Spoden an Brett 2 mächtig zu. Es sah so aus, als würde die Partie für Kurt verloren sein, trotz zweier Minusbauern kämpfte Kurt aber weiter wie ein Löwe.

Die Erleichterung setzte ein, als Philipp zwischenzeitlich auf 5:2 erhöhen konnte. In einem interessanten Endspiel zeigte er, dass manchmal eben doch der Springer stärker als der Läufer ist.

Zu guter Letzt spielte nur noch Kurt, und wer dachte, mit zwei Bauern weniger ist doch eigentlich alles entschieden, der sollte sich irren. Ein, zwei Ungenauigkeiten des Gegners reichten aus, und auf einmal hatte Kurt sogar Oberwasser in der Partie (Mattdrohungen und Dauerschach). Doch statt den Gewinnzug Se3 zu spielen, entschied sich Kurt für die Variante der Zugwiederholung. Er hatte zwar Se3 gesehen, aber dann anscheinend nicht den Mut gehabt, alles auf eine Karte zusetzen da der Gewinnweg zwar zwingend, aber nicht leicht durchzurechnen war. So einigten sich beide schließlich auf ein verdientes Remis.

Mit diesem Sieg beim Endstand von 5,5:2,5 sind wir sehr zufrieden und freuen uns darauf, bereits in der zweiten Runde das nächste Stadtduell gegen den OSV bestreiten zu dürfen.